Standort

Über den Standort
Nordrhein-Westfalen

Rund 500 Unternehmen aus den Lebenswissenschaften, einschließlich 109 Kern-
Biotechnologiefirmen, sind in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Die wirtschaftlichen Schwerpunkte liegen neben dem Rheinland (Bonn, Köln, Düsseldorf) und dem Ruhrgebiet (von Duisburg bis Dortmund) auch in den Regionen Aachen-Jülich, Münster und Ostwestfalen (Bielefeld), was den multizentrischen Charakter der Biotechnologie-Landschaft Nordrhein-Westfalens mit seinen regional spezifischen Stärken illustriert.

Diese starken Wirtschaftsstandorte sind zugleich die Zentren des dichtesten Hochschulnetzes in Europa, das sich in NRW befindet: Anwendungsbezogene wie Grundlagenforschung und Lehre in den Lebenswissenschaften ist in NRW an 59 Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen international erfolgreich.

Biotech
Made in NRW

Feste Elemente der NRW-Unternehmenslandschaft sind international etablierte Größen wie die Biotechnologie-Unternehmen Qiagen und Miltenyi Biotec oder Bayer, UCB, Henkel, Evonik Industries aus der pharmazeutischen und chemischen Industrie. Neben diesen Global Playern beheimatet NRW dynamische kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) wie AiCuris, Biofrontera, NEO New Oncology, Paion, Xell und viele weitere.

Ergänzt werden die Großunternehmen und KMU von zahlreichen jungen Start-Ups wie Ayoxxa Biosystems, Cube Biotech, Numaferm, PL BioScience: schon diese kleine Auswahl zeigt die Innovationskraft des Biotechnologie-Standortes Nordrhein-Westfalen. Für einen umfassenden Überblick über den Biotechnologiestandort NRW, seine Unternehmen und deren Profile nutzen Sie bitte unsere Firmendatenbank.

Auswahl an
NRW Unternehmen

Biotech in der Akademie

NRW bietet Deutschlands dichtestes Netzwerk aus akademischen Instituten mit insgesamt 71 international renommierten Hochschulen und Fachhochschulen (25 mit Life Science Fokus), 13 Max Planck Instituten (6 mit Life Science Fokus), 14 Fraunhofer Instituten (3 mit Life Science Fokus), 3 Helmholtz Instituten (alle mit Life Science Fokus) und 11 Leibniz Institute (6 mit Life Science Fokus).

Seit über einem Jahrzehnt ist NRW die führende Region für Stammzellforschung in Deutschland, mit Münster, Bonn und Köln als wichtigste Zentren. Die “Geburtsstätte der Pflanzen Biotechnologie” liegt am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln und weitere Exzellenzinitiativen und Cluster (z.B. CEPLAS und CECAD) unterstreichen die dynamische Entwicklung in NRW als Wissenschaftsstandort.

Heute werden zunehmend in indisziplinär arbeitenden Zentren Wege zur Umsetzung der neuesten Erkenntnisse aus der akademischen Forschung in innovative Therapien gesucht. Beispiele hierfür sind das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn, das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) in Köln oder das Lead Development Center GmbH (LDC) der Max-Planck-Gesellschaft in Dortmund.

BIO.NRW bietet detailierte Informationen über das akademische Umfeld in NRW in der Broschüre Spot on Biotechnology Science.

Biotech in der Wirtschaft

Die Biotechnologie hat eine immense Bedeutung für die gesamte Ökonomie unserer Gesellschaft, da biotechnologische Produkte und Verfahren die Basis für die industrielle Produktion in vielen Branchen sind. Ein Beispiel hierfür ist die chemische Industrie, welche unzählige biotechnologische Verfahren nutzt, um Energie und Rohstoffe einzusparen und erneuerbare Rohstoffe verwenden zu können. Ebenso ist die pharmazeutische Industrie zum großen Teil direkt abhängig von biotechnologischen Verfahren. Biokraftstoffe aus pflanzlichen Reststoffen, Waschmittel, Klebstoffe, Biokunststoffe, Papier, Medikamente, Diagnostik- und Analyseverfahren, Nahrungsergänzungsmittel, Saatgüter sind nur einige Produktbeispiele, die ohne Biotechnologie heute nicht mehr und/oder kaum mehr ökonomisch und ökologisch sinnvoll entwickelt und hergestellt werden könnten.

Die Umsätze der genannten Branchen betragen global etliche Milliarden Euro und viele einzelne Produkte der verschiedenen Branchen sind zwar eindeutig der Biotechnologie zuzuordnen, der aus diesen resultierende Umsatz allerdings kaum. Die Beispiele zeigen jedoch, dass der wirkliche Einfluss der Biotechnologie auf die gesamte Industrie nicht überschätzt werden kann.

Einen jährlich aktualisierten Blick auf die NRW Biotech- und Life Science Industrie und ihre Entwicklung auch im nationalen und globalen Vegleichbietet die von BIO.NRW veröffentliche Broschüre Spot on Biotechnology Business.

Technologie- und
Gründerzentren

Viele der heute erfolgreichen jungen Biotechnologie-Unternehmen sind als Universitäts- ausgliederungen gestartet. In NRW gibt es über 60 Technologie- und Gründerzentren – aktuell sind in 25 von ihnen insgesamt 155 Biotech- und Life-Science-Unternehmen angesiedelt.

Diese „Inkubatoren“ für Start-Up-Unternehmen befinden sich in der Regel in unmittelbarer Nähe zu Forschungseinrichtungen und haben das Ziel, eine effiziente Infrastruktur zum Transfer von wissenschaftlichem Know-how in marktfähige Produkte und Prozesse zu bieten.

Life Science und Gründerzentren
in NRW – eine Auswahl

Baesweiler

Baesweiler

its – Internationales
Technologie- und
Service-Center

Bochum

Bochum

TZR
Technologiezentrum
Ruhr

Dortmund

Dortmund

BMZ
BioMedizinZentrum

Münster

Münster

BioZ
Biotechnologiezentrum
Münster

Bergisch-Gladbach

Bergisch-Gladbach

Technologiepark
Bergisch-Gladbach

Boenen

Boenen

Bio-Security Center

Düsseldorf

Düsseldorf

LSC
LifeScienceCenter
Düsseldorf

Münster

Münster

CeNTech
Center for
Nanotechnology

Bielefeld

Bielefeld

Technologiezentrum
Bielefeld

Köln

Köln

BioCampusCologne

Herzogenrath

Herzogenrath

TPH
Technologie Park
Herzogenrath

Wuppertal

Wuppertal

Pharma- und
Chemiepark Wuppertal

Bocum

Bocum

BMZ Ruhr

Köln

Köln

RTZ – Rechtsrheinisches
Technologie- und
Gründerzentrum

Jülich

Jülich

Technologiezentrum
Jülich

Nachwuchsförderung

Neben der Unterstützung des Technologietransfers in NRW ist speziell die Nachwuchsförderung ein wichtiges Anliegen von BIO.NRW. Seit 2009 unterstützt BIO.NRW regelmäßig junge Talente vom Schüler (MINT Fächer) bis zum Nachwuchswissenschaftler beim Kennenlernen und Orientieren im breiten Spektrum der Biotechnologie/Life Sciences über viele verschiedene Aktivitäten. Diese umfassen z.B. Projekttage für MINT-Schüler (MINT-Lab), bis 2015 die BIO.NRW PhD Student Conventions oder den jährlichen NRW jobvector Career Day.

BIO.NRW unterstützt auch zukunftsweisende Aus- und Fortbildungsprojekte wie z.B. das Goal-Based Learning in an Alternate Reality Setting (GLARS), ein multimediales Lernprojekt für Schüler/-innen des Ausbildungszweiges zum Biologisch-technischen Assistenten (BTA).

BIO.NRW Cluster Biotechnologie Nordrhein-Westfalen möchte mit diesen Aktivitäten dazu beitragen den Biotech-Standort NRW auch zukünftig dynamisch zu entwickeln und zu stärken, da die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fachkräften einen immer stärkeren Einfluß auf die Standortwahl eines Unternehmens hat.