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Bekämpfung resistenter Bakterien: Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert NRW Konsortium NanoComBac mit zwei Millionen Euro

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) ist Teil des neuen, geförderten NRW Konsortiums NanoComBac, das sich der Entwicklung neuer antibiotischer Therapiemöglichkeiten gegen resistente Bakterien widmet.

Die Verbreitung solcher resistenten Bakterien gefährdet die Wirksamkeit von bestehenden Antibiotika weltweit und stellt eine große Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem dar. An diesem Punkt setzt ein neues Forschungsprojekt an, das von Prof. Dr. Jürgen Scherkenbeck der Universität Wuppertal koordiniert wird. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum und der LDC aus Dortmund arbeiten die Forscher an der Entwicklung neuartiger, resistenzbrechender Antibiotika. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit rund zwei Millionen Euro.

Im Rahmen des Projektes NanoComBac („Naturstoff-Gold Nanocarrier Konjugate, eine neuartige dual-mode Strategie zur Bekämpfung resistenter Bakterien“) soll ein duales Wirkkonzept etabliert werden, das antibakterielle Naturstoffe so kombiniert, dass sie die problematische Zellmembran resistenter Bakterien überwinden können. Die Naturstoffe verfügen über innovative Wirkmechanismen, die von derzeit verfügbaren Antibiotika bisher nicht adressiert werden.

Das Konsortium vereint mit den Arbeitsgebieten Computer- und Medizinalchemie (Prof. Dr. Scherkenbeck, Bergische Universität, LDC), Nanopartikel-Synthese (Prof. Dr. Metzler-Nolte, Ruhr-Universität Bochum), Biomolekulare-NMR (Prof. Dr. Stoll, Ruhr-Universität Bochum), biologische Testung (Prof. Dr. Bandow, Ruhr-Universität Bochum) und professionelle Wirkstoffentwicklung (LDC) eine interdisziplinäre Expertise, die derzeit in Deutschland einzigartig ist.

„Unser Projekt legt die Grundlage für die Entwicklung neuartiger, resistenzbrechender Antibiotika gegen bakterielle Infektionen einschließlich Tuberkulose mit reduziertem Risiko einer vorzeitigen Resistenzentwicklung“, fasst Projektleiter Prof. Scherkenbeck zusammen.

„Obwohl die Hürden für eine kommerziell erfolgreiche, innovative Antibiotika-Entwicklung immer noch hoch bleiben, halten wir diesen Ansatz für äußerst vielversprechend und wollen mithelfen, eine gesundheitspolitisch relevante Fragestellung zu lösen“, ergänzt Dr. Bert Klebl von der LDC.

Ziel des Projektes ist es, den Weg für eine präklinische Validierung und eine zukünftige klinische Entwicklung zu ebnen.

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