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Nachbericht BIO.NRW.academy “Wasser ist Leben – mit innovativer Biotechnologie zu nachhaltiger Wassernutzung”

Am 28. Januar 2020 trafen sich knapp 40 Experten aus dem Bereich der Wasserkreislaufwirtschaft im Wasserturm Styrum in Mühlheim, um sich zum Thema “Wasser ist Leben – mit innovativer Biotechnologie zu nachhaltiger Wassernutzung” weiterzubilden und auszutauschen. Veranstaltet wurde die 21. BIO.NRW.academy von BIO.NRW in Zusammenarbeit mit BioRiver-Life Science im Rheinland e.V. Ausgangspunkt für die Themensetzung dieser BIO.NRW.academy “Wasser ist Leben – mit innovativer Biotechnologie zu nachhaltiger Wassernutzung” war die immer prominenter werdende Rolle von Biotechnologie bei der Wasseraufbereitung in Verbindung mit einer zunehmenden Diskussion dieses Themas in der Öffentlichkeit.

Die Teilnehmer aus Akademie, Wirtschaft, Politik und Technologieberatung bekamen durch die aktuellen Fachvorträge einen umfassenden Überblick über die zunehmende Bedeutung von biotechnologischen Prozessen für die Wasser- und Abwasserreinigung. Als Moderator führte Prof. Dr. Dieter Bryniok (Hochschule Hamm-Lippstadt) fachkundig durch das Programm. Die spannende Führung durch den historischen Wasserturm Styrum und Zeiten zum Netzwerken rundeten die sehr interaktive Veranstaltung ab.

In ihrem Einführungsvortrag stellte Dr. Ilka Gehrke, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), in ihrem Einführungsvortrag die verschiedenen Ansätze eines effektiven Wasserrecyclings vor. Hierbei gab sie einen fundierten Überblick mit Beispielen von innovativen zentralen und dezentralen Wasserkreisläufen. Anschließend wurden anschaulich die neuesten Erkenntnisse und Anwendungen im Bereich der Wasseranalytik, -aufbereitung und Kreislaufwirtschaft mit Beispielen aus der Industrie, universitärer Forschung und Versorgern in Nordrhein-Westfalen präsentiert. Der thematische Bogen spannte sich von der Qualitätssicherung durch Biotechnologie und Biodiversität in Fließgewässersystemen, über das Best Practice Beispiel zu verbesserten biologischen Verfahren bei Bayer in Bergkamen, die Rückgewinnung von Wertstoffen am Beispiel von Phosphor und Nitrat, neuartigen Algen Photobioreaktor Systemen, einem vielversprechenden Aquaponik-Ansatz und einer innovativen Nanosonden-basierten Immundetektion von Trinkwasserkontaminationen bis hin zu der Vorstellung von zwei zirkulären Aquakultur Start-Ups und einer Übersicht über spezifische Fördermittel für den Transfer von Forschung in den (Wasser-) Markt.

Die Pause und das abschließende Get together wurden bei regen Diskussionen zum Knüpfen neuer Verbindungen von Industrievertretern und Wissenschaftlern der verschiedenen Forschungseinrichtungen genutzt. Seit der ersten Veranstaltung 2009 zielt die BIO.NRW.academy darauf ab, in wichtigen und zukunftsweisenden Themen, Exzellenz in Nordrhein-Westfalen aufzuzeigen und die Vernetzung der Wissenschaftler untereinander sowie mit der Industrie zu stärken.

Die weiteren Sprecher BIO.NRW.academy waren: Prof. Dr. Florian Leese, Universität Duisburg-Essen/Zentrum für Wasser- und Umweltforschung Essen; Dr. Helmut Bennemenn, Bayer AG Bergkamen; Marie-Edith Ploteau, Emschergenossenschaft und Lippeverband Essen; Dr. Marco Lizzul, Varicon Aqua Solutions Ltd Hallow UK; Prof. Dr. habil. Marc Wichern, Ruhr- Universität Bochum; Prof. Dr. Werner Kloas, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) Berlin; Dennis Prausse, Phytolinc Köln; Lucia Donath, Royal Red Claw Düsseldorf; Prof. Dr. Florian Schröper, Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME) Aachen und Dr. Bastian Piltz, Isle Utilities Berlin.